Fachgespräch im Bundestag: ZMS moderiert

Am 16. März 2026 fand im Deutschen Bundestag das öffentliche Fachgespräch: “Fußball-WM 2026: Ein Eigentor für die Menschenrechte?” statt. Für das Gespräch kamen öffentliche Personen aus Politik und Sport sowie Fachleute für Menschenrechte auf Einladung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zusammen. Die Moderation der dreistündigen Abendveranstaltung übernahm Jonas Burgheim in seiner Rolle als Präsident des ZMS. Ein interessiertes Publikum verfolgte die Veranstaltung vor Ort und im Stream.

Drei Panels widmeten sich im Laufe der Veranstaltung verschiedenen Menschenrechtsherausforderungen rund um die Fußball-WM der Männer in Kanada, Mexiko und den USA sowie im Kontext von Sportgroßveranstaltungen (SGV) insgesamt. Menschenrechtliche Risiken wurden benannt, Ansätze zum Umgang mit menschenrechtlichen Fragen rund um SGV und Handlungsmöglichkeiten in Deutschland adressiert. Konkret anstehende Policy-Schritte kamen dabei ebenso zur Sprache wie Fragen zu Strukturen und Handlungspotenzialen zur Stärkung von Menschenrechten im organisierten Sport. Die Verbindung von Sport und Kultur sowie die Rolle von Fans/Fankultur im Spitzensport fanden dabei ebenso Beachtung wie die Relevanz des Breitensports für Demokratie und Menschenrechte.

Gewährleistet werden konnte ein so umfangreicher Abend durch die Teilnahme hochkarätiger Panelistinnen: Mit Fußball-Olympiasiegerin Tabea Kemme und Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Mareike Miller waren zwei starke Athletinnenstimmen dabei. Nicole Kumpis und Oke Göttlich trugen als Vereinspräsidentinnen zweier Fußballbundesligisten, Oke Göttlich auch als DFB-Vizepräsident bei. Fachkundige Stimmen von Amnesty International, dem Deutschen Institut für Menschenrechte und der Koordinierungsstelle Fanprojekte der Deutschen Sportjugend waren vertreten. Claudia Roth (entwicklungspolitische Sprecherin; frühere Menschenrechtsbeauftrage und Staatsministerin für Kultur und Medien der Bundesregierung), Max Lucks (MR-politischer Sprecher), Helge Limburg (rechtspolitischer Sprecher), Tina Winklmann (sportpolitische Sprecherin) und Boris Mijatovic (Menschenrechtspolitiker und Mitausrichter) trugen für die grüne Bundestagsfraktion bei. Die frühere Landesministerin und langjährige sportpolitsche Sprecherin in Nordrhein-Westfalen, Josefine Paul, ergänzte die Runde mit ihrem sozialpolitischen Breitensportfokus.

Wie im Rahmen des Fachgesprächs ankündigt veröffentlichte Amnesty International nach der Veranstaltung einen Bericht zu Menschenrechtsrisiken in den drei Ausrichterländern, bei der FIFA und im Kontext der WM 2026 insgesamt. Das ZMS gewährleistet die kontinuierliche Begleitung des Themas der Stärkung von Menschenrechten im und durch Sport in Deutschland. Die Beteiligung an Gesprächsformaten wie diesem ist hierzu ein wichtiger Beitrag.

Foto ©Aya Schamoni