Policy-Paper: Menschenrechte und Safe Sport
Im Sport-Policy-Kontext existiert seit Jahren ein Diskurs zu Safe Sport: unter Safe Sport wird dabei der Einsatz für Handlungsweisen und Strukturen verstanden, die interpersonale Gewalt in ihren verschiedenen Erscheinungsformen (insbesondere körperliche, seelische, sexualisierte Gewalt und Vernachlässigung) mindern, unterbinden und Abhilfe für Betroffene schaffen sollen. Interpersonale Gewalt ist ein Menschenrechtsbereich. Im Diskurs ist dieser direkte Bezug zwischen Menschenrechten und interpersonaler Gewalt/Safe Sport jedoch nicht immer präsent. Das Zentrum für Menschenrechte und Sport e.V. (ZMS) arbeitet beständig an ihrer bewussten fachlichen Verknüpfung. Im Dezember 2025 richteten wir hierzu einen Runden Tisch mit fachkundigen Akteurinnen zu Safe Sport im Kontext von Menschenrechten aus. Er war ein Vorgriff auf die politisch angekündigte Einrichtung des Zentrums für Safe Sport (ZfSS). Mit Gründung seines Trägervereins haben Bund und Länder hierzu am 9. Juli 2026 die formelle Voraussetzung geschaffen. Konkrete Umsetzungsarbeit soll nun folgen.
Mit dem Policy-Paper “Menschenrechte und Safe Sport” legt das ZMS die Bezüge von interpersonaler Gewalt/Safe Sport und Menschenrechten inhaltlich dar. Dazu werden spezifische Policy-Entwicklungen in Deutschland geschildert und grundlegende Bezugsdokumente genannt. Ansätze für eine stärkere Verbindung von Safe Sport und Menschenrechten im Sport werden entwickelt. Handlungsanstöße für eine starke, menschenrechtsgeleitete Ausgestaltung des ZfSS runden das Policy-Paper ab. Das ZMS leistet mit ihm einen Beitrag zur kohärenten Umsetzungsarbeit und Sport-Policy-Gestaltung.
Unser Policy-Paper kann hier heruntergeladen werden. Wir freuen uns über Rückmeldungen und Interesse an aktiver Mitwirkung zum Thema.
Kontakt: info@menschenrechte-sport.org